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Sabine Leidig und Klaus Ernst im Gespräch zum Thema "Rente mit 67" und "Armut im Alter"

„Mehr Enkelkinder für alle“

1050 Euro Mindestrente statt Rente mit 67

Auf Einladung der Main-Kinzig-LINKEN trafen sich gestern Abend Sabine Leidig, Direktkandidatin in Hanau, und Klaus Ernst, der Rentenexperte der Bundestagsfraktion der LINKEN, in der Sandelmühle in Hanau. Nach einem musikalischen Auftakt der Kreislinken hielt Klaus Ernst einen unterhaltsamen Vortrag über die Hintergründe und Folgen der derzeitigen Rentenpolitik und ihre Alternativen. Anschließend wurde ausführlich diskutiert.

“Natürlich wurden auch eine Reihe anderer Themen angesprochen, die mit der Rentenpolitik zusammenhängen“, erläutert Sabine Leidig in einer Pressemeldung dazu. „Die zukünftig schrumpfenden Renten haben beispielsweise sehr viel mit der Lohnentwicklung zu tun, da die Rentenhöhe an die Lohnentwicklung gekoppelt ist. Wenn also durch Leiharbeit, Befristung und Hartz IV die Löhne unten bleiben, so steigen auch die Renten nicht.“

„Mehr Enkelkinder für alle“, diese – nicht ganz ernst gemeinte – Forderung von Klaus Ernst, beschreibt dennoch eine weitere Folge der wachsenden prekären Beschäftigung: wer nicht weiß, ob er in ein oder zwei Jahren noch einen Job hat, weil er nur befristet beschäftigt ist, der muss es sich eben überlegen, ob er sich Kinder „leisten“ kann. „40 Prozent der unter 25-Jährigen sind befristet beschäftigt“, so Klaus ernst weiter. „Da ist eine Zukunftsplanung nicht möglich.“ Viele dieser Menschen hätten also nicht nur später eine schlechte Rente, sie hätten auch keine Kinder.

Um dauerhaft für eine gesetzliche Rente zu sorgen, die den Lebensstandard im Alter sichere, sei es deshalb notwendig, die Rente mit 67 und die in den letzten Jahren eingeführten Kürzungsfaktoren zurückzunehmen, eine Mindestrente von 1050 Euro einzuführen und die Finanzierung dieser sozial notwendigen Politik sicherzustellen, indem alle in die gesetzliche Rente einzahlten. „Die Rente braucht den Millionär, aber der Millionär braucht die Rente nicht“, so Klaus Ernst abschließend.