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Entwicklungsplan Kindertagesbetreuung 2025-2030

Jochen Dohn

Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin,
Sehr geehrte Damen und Herren,

es steht außer Frage, das Wichtigste ist, dass alle Kinder bis 6 Jahre einen Kita-Platz bekommen, wenn sie einen haben wollen. Aber rund 400 haben noch keinen, wie der Bürgermeister schon erwähnt hat. Es ist gut, wenn wir keine Ausweichangebote mehr benötigen, sondern jedes Kind regulär eine Tagesbetreuung bekommen kann. Wir wissen, warum dies im Hinblick von z.B. Sozialisation und Bildung bedeutend ist. Und eine 100 Prozent—Versorgung bewirkt auch eine bessere Vereinbarung von Familie und Beruf. 

Wenn hier sogar noch eine Schippe draufgelegt werden kann, dann wäre dies gut und wenn über das pädagogische Konzept in der Kita diskutiert werden soll, dann kann dies sicherlich in der neuen Wahlperioden im Fachausschuss geschehen. 

Gehen wir mal davon aus, dass die Entwicklung, so Eintritt, wie im Entwicklungsplan Kindertagesbetreuung beschrieben. D.h., dass sich der Fokus von einem rein quantitativen Ausbau hin zu einer bedarfsgerechten Weiterentwicklung der bestehenden Einrichtungen verschiebt. Durch die Entwicklung einer zurückgehenden Geburtenrate und dem Ausbau der Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Wenn dann Kapazitäten frei werden, dann ist es richtig, in erster Linie den Ausbau der U3-Betreuung zu betreiben. Aber, nach unserer Ansicht, sollte ebenso eine Ausweitung der Betreuungszeiten davon profitieren. 

In der Quintessenz heißt dies dann, neben den pädagogischen Standards, auch den Personalschlüssel, also die Gewinnung und Bindung von Fachkräften und die Ausbildungszahlen hochzuhalten. Was dann natürlich mit hohen Kosten verbunden ist bzw. der Zuschuss an den Eigenbetrieb, in einer mittelfristigen Zukunft, nicht zurückgefahren werden kann.

Meine Fraktion hat ein gutes Gefühl, dass der Entwicklungsplan Kindertagesbetreuung dies leisten kann, weil er auf neue Gegebenheiten reagieren kann, und zwar vor dem Jahr 2030. Im Ausschuss wurde schon viele Fragen zum Plan beantwortet. Wie etwa die Entwicklung auf dem Bautz-Gelände oder Anna-Siedlung wurden angesprochen sowie auf eine Weltlage mit Vertreibung und Flucht durch Kriege und Armut hingewiesen. All dies kann zu mehr Platzbedarfs führen. Zusätzliche Flächen für neue Kita werden dann benötigt, die im Entwicklungsplan schon erwähnt werden.

Auch wenn in einzelnen Stadtteilen skeptisch auf die Zahlen geblickt wird, vertrauen wir dem Eigenbetrieb sowie dem Fachausschuss Kindertagesbetreuung des Jugendhilfeausschusses und stimmen dem Entwicklungsplan Kindertagesbetreuung zu. 

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