Wir brauchen mehr Sozialwohnungen

Zum aktuellen „Sozialen Wohn-Monitor“ des Pestel-Instituts und zur Lage auf dem Wohnungsmarkt im Main-Kinzig-Kreis erklärt der Fraktionsvorsitzende von DIE FRAKTION Hanau und Oberbürgermeisterkandidat der Partei Die Linke, Jochen Dohn:

„Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat schon darauf aufmerksam gemacht, die Wohnraumsituation im Main-Kinzig-Kreis und somit auch in Hanau spitzt sich weiter zu. Dies trifft besonders junge Menschen am Beginn ihres Berufslebens sowie ältere Menschen im Ruhestand.“ 

Dohn warnt angesichts der neuen Zahlen des „Sozialen Wohn-Monitors“ des Pestel-Instituts vor einer sozialen Schieflage, die sich ohne entschlossenes politisches Handeln weiter verschärfen wird. 

„Wenn Auszubildende keinen Ausbildungsplatz antreten können, weil sie sich keine Wohnung in der Nähe ihres Betriebs leisten können, läuft etwas grundlegend falsch. Azubis lebten weiterhin bei ihren Eltern. Dies häufig nicht aus freien Stücken, sondern weil der Wohnungsmarkt ihnen keine bezahlbaren Alternativen bietet“, betont Dohn. 

Doch nicht nur die Jüngeren sind betroffen. Viele, der in Rente gehenden Baby-Boomer, müssen mit niedrigen Renten auskommen. „Diese Menschen laufen Gefahr, sich im Alter arm zu wohnen“, warnt Dohn und folgert: „Das ist sozialpolitisch nicht hinnehmbar. Deshalb bedarf es eine Trendwende. Wir brauchen mehr Sozialwohnungen. Der „Soziale Wohn-Monitor“ fordert eine Verdopplung des bundesweiten Bestands auf zwei Millionen Sozialwohnungen bis zum Jahr 2035. Für Hessen bedeutet das 140.700 Sozialwohnungen und somit jährlich den Bau von 11.200 neue Wohnungen. Daran muss sich auch die Stadt Hanau orientieren."