Wie viel Verkehrsbelastung kann ein Wohngebiet vertragen?
Linke fragt nach Lösungen für das Verkehrsproblem Nordwest
Erneut hat sich DIE LINKE. Hanau mit den Verkehrsproblemen in Nordwest beschäftigt. Nachdem die Baumaßnahmen der neuen Kindertagesstätte in der Lortzingstraße nun aufgenommen wurden, wird sich die schon jetzt hohe Verkehrsdichte aufgrund von Bau- und Zubringerfahrzeugen weiter verschärfen.
„Es besteht kein Zweifel daran, dass der Bedarf an Kindergartenplätzen aufgrund des Zuzugs junger Familien in dem Stadtteil vorhanden ist und der Bau einer weiteren Einrichtung neben der bereits existierenden Kindertagesstätte mit Hort der evangelischen Johanneskirchengemeinde notwendig wird“, fasst Ulrike Hanstein die derzeitige Ausgangslage zusammen. Zudem kündigt Hanstein an, dass sich der demnächst gründende Linke Ortsverein Nordwest mit der Verkehrssituation intensiv beschäftigen wird.
Besondere Sorge bereitet Hanstein, dass im Hanauer Nordwesten rund um die Ameliastraße und Lortzingstraße die Verkehrsproblematik in den Stoßzeiten noch nicht gelöst ist.
Neben Kaufmännischer Schule und der Eugen-Kaiser-Schule mit fast 5000 Schülern gibt es an der Lortzingstraße noch die Erich-Kästner-Schule, das Alten- und Pflegeheim Wohnstift mit seinem Publikumsverkehr sowie die bereits bestehende Kindertagesstätte. Eine weitere Seniorenresidenz an der Kattenstraße wird momentan durch Umbau eines vorhandenen Altbaus fertig gestellt. Zusätzliche Belastung ergibt sich durch die auf der Suche nach Parkplätzen hin- und herfahrenden motorisierten Schüler. Parkplätze, die es so gut wie nicht mehr gibt und auch für die Anwohner fehlen. Nach Fertigstellung der Kita werden dann Bring- und Holdienst neben der Erich-Kästner-Schule auch für die neue Kita stattfinden.
Eine Verkehrszählung vom Mai vergangenen Jahres ergab, dass sich an einem normalen Schultag 1168 Autos, 276 Fahrräder, 80 LKWs oder Busse allein in der engen Lortzingstraße bewegen. Nicht berücksichtigt wurden bei der Datenerfassung allerdings Mopeds und Motorroller. Bedingt durch das Alten- und Pflegeheim kommt es regelmäßig täglich zu Einsätzen des Notarztes und von Rettungswagen, die schnell vor Ort gelangen müssen.
Für Hanstein ist dies eine Konzentration, wie sie sonst kaum in einem Wohngebiet zu finden ist. Damit es zu keiner Verschärfung der Situation und zur Gefährdung von Grundschul- und Kindergartenkindern sowie der alten Menschen kommt, muss die Stadt Hanau den Stadtverordneten nun endlich Lösungsmöglichkeiten vorlegen.
