Wer Integrationskurse streicht, will keine Integration

Zur Ankündigung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, dass keine neuen Teilnehmer mehr zugelassen werden, für die der Integrationskurs nicht verpflichtend ist, erklären die Hanauer Stadtverbandsvorsitzenden Emine Pektas und Matthias Okon:

„Schon seit einiger Zeit bewilligt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge keine Integrationskurse mehr für Asylbewerber im Verfahren, Geduldete, Migranten aus der EU sowie Flüchtlinge aus der Ukraine. Dabei sind die Kosten für die Kurse nur eine vorgeschobene Ausrede. Ziel ist, dass die Gruppen ohne Integrationskurs Deutschland verlassen sollen.“

Die Linke warnt zudem vor möglichen Folgekosten durch die Einsparungen. Denn viele dieser Menschen werden auf dem Arbeitsmarkt dringend benötigt. Aber anstelle eines Arbeitseinkommens müssten sie Sozialleistungen beziehen.

„Insbesondere die VHS Hanau ist betroffen. Die hervorragende Arbeit der letzten Jahre wird durch die Kürzungen hart getroffen. Im Sinne der Menschen müssen die Integrationskurse weitergeführt werden. Wenn Bund und Land nicht verstehen, dass z.B. Sprache ein wichtiger Aspekt gelingender Integration ist, muss letztendlich die Stadt Hanau weitere finanzielle Mittel bereit stellen“.