Zum Hauptinhalt springen

Lob für den Schulentwicklungsplan

LINKE sieht Hanauer Schulen auf einen guten weg / Kritik an Schulpolitik der Landesregierung

<//font><//font><//span>

Die Fraktion DIE LINKE.Hanau begrüßt den durch den Dezernenten Dr. Piesold in der letzten Stadtverordnetenversammlung eingebrachten und im Fachausschuss beratenen Schulentwicklungsplan der allgemein bildenden Schulen für den Zeitraum 2007 – 2012 und wird diesen durch ihre Zustimmung entsprechend unterstützen. 

Die in dem Exemplar dargestellte Schulperspektive für die nächsten Jahre ist durch eine sehr umfangreiche und ausführlich ausgearbeitete Auflistung mit der Dokumentation der demografischen Entwicklung, der sozio-kulturellen Faktoren und der Entwicklung der Schülerzahlen sowie durch das Aufzeigen notwendig gewordener Vernetzungen weitaus detaillierter ausgefallen als es das Hessische Schulgesetz in seiner rechtlichen Grundlage ursprünglich vorsieht. 

Für die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ulrike Hanstein ist eine Reformierung des hessischen Schulsystems längst überfällig geworden: „Die Bildungspolitik der hessischen Landesregierung mit dem zu frühen Sortieren in Schulzweige, der Verkürzung der Gymnasialzeiten und der Unterrichtsgarantie plus ist gescheitert. Die Stadt Hanau muss wie alle Kommunen mit viel Geld diese soziale Spaltung wieder ausgleichen“. 

Durch die Schaffung von Ganztagsschulen, die Stärkung der integrierten Gesamtschulen und das „gemeinsame Lernen“ bis hinaus zu dem gymnasialen Abschluss – wie in dem Entwurf des Schulentwicklungsplan perspektivisch dargestellt – sowie der Verzahnung mit anderen Institutionen wie z. B. Kindertagesstätten, Jugend- oder Berufshilfebereich und Weiterbildungseinrichtungen ist ein hohes Maß an Integration zu erreichen und erweitert insbesondere Kindern mit Migrationshintergrund die Chance auf einen qualifizierten Schulabschluss. 

Prävention beginnt sehr früh und hat in jeder Schulform ihre Berechtigung, deshalb sollte neben einem funktionierenden multifunktionalen Zusammenspiel von Fachkräften die Schaffung von festen Stellen in der Sozialarbeit für jede Schule das Ziel für eine weitere kontinuierliche präventive Entwicklung an den Schulen sein. Dies wird die DIE LINKE. auch weiterhin offensiv vertreten. 

Um dies jedoch verwirklichen zu können, wäre es wichtig, dass sich das Land mindestens mit der Hälfte an den Kosten zur Schulsozialarbeit beteiligt. 

Die in dem Entwurf des Schulentwicklungsplans avisierten Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen einschließlich der dringend notwendigen Brandschutzmaßnahmen der Gebäude und Unterrichtsräume sowie die bauliche Veränderung und Erweiterung der Förderschulen sind dringend notwendig und müssen auch im Hinblick auf eine sichere Schule unbedingt eingehalten werden. „Neben den Sanierungsmaßnahmen gilt es“, so Hanstein, „das Defizit der Lehrmittelsammlungen der einzelnen Hanauer Schulen auf den erforderlichen Modernitätsstand zu bringen.“

Zurück zum Kopf der Seite