Linke ziehen Staudinger-Antrag
Aufgrund der inhaltlichen Deckungsgleichheit mit der Magistratsvorlage, zieht die Fraktion DIE LINKE.Hanau ihren Antrag gegen die Erweiterung des Kraftwerks Staudinger zurück.
In einer Presseerklärung erklärt der Fraktionsvorsitzende Dohn die Gründe für den Rückzug des eigenen Antrages. „Der Magistrat hat klargestellt, dass die Stadt Hanau <//span>den Ausbau des Kraftwerkes Staudinger in Großkrotzenburg in seiner jetzigen Form ablehnt. Zudem werden ein bundesländerübergreifendes Raumordnungsverfahren und eine Umweltverträglichkeitsprüfung für die Gesamtmaßnahme gefordert. Dies ist auch unser Anliegen.“
Für DIE LINKE steht fest, dass der geplante Ausbau und damit die Festschreibung der Energieerzeugung für die Laufzeit von 40 Jahren, für Hanau und seine Stadtteile eine ernorme Luft- und Klimaverschlechterung bedeutet. Ein Kohlekraftwerk mit einem Leistungsausbau auf 1.100 Megawatt bei einem geringen Wirkungsgrad von nur 46 Prozent würde nicht nur die ohnehin bereits stark belastete Region weiter schädigen, sondern entspricht auch nicht dem technisch modernsten Stand. Zudem widerspricht der Bau der Klimavereinbarung der EU. So sollen bis 2020 die Treibhausgasemissionen um 20 Prozent verringert, der Anteil der erneuerbaren Energien auf 20 Prozent erhöht und die Energieeffizienz um 20 Prozent gesteigert werden.
Deswegen wäre der EON-Konzern gut beraten, die Arbeitsplätze dadurch zu sichern, indem die geplanten Investitionen von 1,2 Mrd. Euro in Alternativen, in Energiesparmaßnahmen sowie in erneuerbare Energien und in Kraft-Wärme-Kopplung investiert werden.
