Linke fragt nach Feinstaub in Hanau
Magistrat soll Auskunft über die Feinstaubbelastung in Hanau geben
Mit Hilfe einer Anfrage will die Linksfraktion Auskunft über die Feinstaubbelastung in Hanau erhalten. Auslöser ist die vor kurzem veröffentlichte Studie des Hessischen Landesamts für Umwelt und Geologie (HLUG). In der Studie „Ausbreitungsrechnungen für den Ballungsraum Rhein-Main als Beitrag zur Ursachenanalyse für den Luftreinhalteplan Rhein-Main“ steht unter anderem, dass im Bereich Hanau der höchste PM10-Jahresmittelwert von circa 35 μg/m³ errechnet wurde. Ursache dafür seien die bodennahen Quellen in Form von offenen Lagerstätten. Auch die größten Beiträge der Industrieemissionen zur PM10-Vorbelastung treten laut Studie mit bis zu 20.3 μg/m³ im Bereich Hanau/Großkrotzenburg auf.
Zum Schutz der menschlichen Gesundheit darf der Wert für PM10 (größer als 50 μg/m³) nicht 35-mal pro Jahr überschritten werden. Zudem muss der Jahresmittelwert für PM10 von kleiner als 40 µg/m3 eingehalten werden. Ansonsten muss die Stadt Maßnahmen ergreifen, die bis hin zu einem generellen Fahrverbot führen können. In Hanau wurde der Grenzwert in 2009 für PM10 an 11 Tagen überschritten. Die Studie der HLUG hat aber gezeigt, dass der einzuhaltende Jahresmittelwert mit circa 35 μg/m³ fast erreicht ist.
Der Linken-Fraktionschef Jochen Dohn weißt darauf hin, dass in absehbarer Zeit die EU-Feinstaubrichtlinien verschärft werden wird. Dies betrifft neben PM10 dann auch den Wert für PM2,5. Das heißt, dass auch PM10 Feinstaub mit einem Durchmesser bis 2,5 µm gemessen und begrenzt werden muss. Der Magistrat soll nun berichten, ob Messungen auch für PM2,5 Werte vorliegen. Außerdem fragt die LINKE, ob die Überschreitungen auf Ursachen wie z. B. Wetterlage, Heizperiode oder Verkehrsaufkommen zurückzuführen sind. Und welche Maßnahmen zukünftig unternommen werden, um die Feinstaubbelastung (PM10 und PM2,5) zu verringern.
