Keine städtische Förderung zur Gewinnung von Frauen für die Kommunalpolitik
DIE FRAKTION Hanau, ein Zusammenschluss von Die Linke und DIE PARTEI, scheiterte in der letzten Stadtverordnetensitzung mit einem Antrag, der vorsah, dass der Magistrat ein Konzept vorlegen sollte, um Frauen für die Kommunalpolitik zu gewinnen.
Emine Pektas begründete den Antrag damit, dass in der Hanauer Bevölkerung der Frauenanteil bei etwas mehr als 50 Prozent. Jedoch in der Hanauer Stadtverordnetenversammlung nur 41% Mitglieder weiblich sind und in den Ortsbeiräten der Frauenanteil oft noch niedriger.
Sie verwies in Ihrer Rede auf die Städte Marburg und Wetzlar, die über ihre Gleichstellungsbüros eigene Mentoring-Programm für politisch interessierte Frauen anbieten sowie auf das Projekt „Frauen in die Politik“. So gäbe es auf der Projektwebsite https://www.frauen-in-die-politik.com/ weitere Beispiele Frauen zu helfen, um neben Familienarbeit ehrenamtlich ein kommunales Mandat auszuüben.
Befremdlich zeigt sich der Fraktionsvorsitzende, Jochen Dohn, über die Gründe der Ablehnung. So sei argumentiert worden, dass dieser Antrag Frauen bevormunden würde. Zudem betriebe das Frauenplenum schon genug Förderung und der Antrag sei damit überflüssig. „Dabei hatten wir als Fraktion nur beantragt, sich für mehr Frauen in der Kommunalpolitik einzusetzen, Hürden zu identifizieren und abzubauen sowie Frauen zu unterstützen. Was z.B. die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in anderen Städten ebenso fordert. Umso erstaunlicher ist somit das Abstimmungsverhalten und Ablehnung in der Stadtverordnetenversammlung“, resümiert Dohn für seine Fraktion.

