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Flughafenausbau bringt mehr Nachtflüge für Hanau und Umgebung

LINKE hält Ministerpräsident Kochs unverbindliche Absichtserklärungen zu den Nachtflügen für Etikettenschwindel

 

Für Ulrike Feistel von der LINKEN steht eindeutig fest, dass der geplante Flughafenausbau auch mehr Nachtflüge mit sich bringen wird. „Ministerpräsident Koch hält wie immer sein Versprechen nicht. Anstelle eines wirklichen Nachtflugverbotes von 23:00 bis 05:00 Uhr tritt nun eine Art Freiwilligkeit mit einer Vielzahl von Ausnahmegenehmigungen.“

Kurz vor dem Erlass des Planfeststellungsbeschlusses haben das Land Hessen, Fraport, Lufthansa, das Regionale Dialogforum, DFS und BARIG eine „Gemeinsame Erklärung“ abgegeben: Diese Erklärung basiert nur auf „Vertrauen“, um davon abzulenken, dass das versprochene Nachtflugverbot gekippt wird.

Nach Ansicht der Partei DIE LINKE. wird dies nun die Bevölkerung auch in Hanau und Umgebung mit ihrer Gesundheit bezahlen. So wird es nachts lauter, weil künftig in der Nacht (22 bis 6 Uhr) viel mehr Flüge stattfinden werden als jemals zuvor. Aber auch tagsüber wird es lauter, weil der "Anti-Lärm-Pakt" der Mediation zu Gunsten dieser „Gemeinsamen Erklärung“ zwischen Landesregierung und Luftfahrt aufgegeben wird. Der Unterschied zwischen dem "Anti-Lärm-Pakt" der Mediation und der "Gemeinsamen Erklärung" ist gravierend. Mit dem "Anti-Lärm-Pakt" der Mediation wurde, bezogen auf das Jahr 2000, "ein verbindliches Programm zu Lärmminderung und Lärmvermeidung" gefordert. „Umgesetzt wurde davon nichts. Stattdessen wurde alles dem Flughafenausbau untergeordnet – koste es, was es wolle, auch die Lebensqaulität der Bevölkerung“, so Feistel.

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