Es fehlt noch ein Flughafen für Hanau
Linke fordert Wettbewerblichen Dialog für eigenen Flughafen
Nach dem Erfolg des Wettbewerblichen Dialogs für die Hanauer Innenstadt fordert DIE LINKE. Hanau das selbe Verfahren für einen Hanauer Flughafen. Die zu erwartenden Käuferströme werden es bald notwendig machen, im neuen Einzelhandelskonzept auf die Verkehrssituation einzugehen und den vielen Menschen, die gerne ihr Geld in Hanau ausgeben möchten, die Anreise so komfortabel wie möglich zu gestalten. Deswegen sollte Hanau nun die einmalige Chance ergreifen und den Sprung in die erste Liga der Shopping- and Lifestyle Citys zu wagen.
Genügend Platz für ein solches Bauvorhaben sei nach Ansicht der Linken vorhanden, zum Beispiel auf den ehemaligen Militärgeländen. Sogar eine interkommunale Zusammenarbeit mit dem Fliegerhorst in Erlensee sei denkbar. So könnten unter anderem die Nachtflüge nach Erlensee verlagert werden. Somit käme es für die Hanauer Einwohner in der Nacht auch nicht zu einer Belästigung durch Fluglärm. Idealerweise sei in diesem Zusammenhang auch die nordmainische S-Bahn-Linie über die Konversionsflächen bis Erlensee auszubauen. Denn schließlich komme es auf eine schnelle Verbindung an, gerade für diejenigen, die nur zum Einkaufen nach Hanau kommen und am Abend wieder nach Hause fliegen würden.
Aber auch den Shoppingtouristen, die Übernachtungsmöglichkeiten suchen, solle etwas geboten werden. Dafür schlagen die Linken vor, die Pioneer Kasernen als Appartment- und Luxushotels umzubauen. Dies sollte im neuen Wettbewerblichen Dialog dann zu einer Pflichtaufgabe werden. Für diejenigen Besucher, die Hanau durch sein Ambiente und seine Sehenswürdigkeiten begeistern kann, sollte weiter eine dauerhafte und innenstadtnahe Ansiedlungsmöglichkeit geschaffen werden. Ein zugeschnittenes Bebauungskonzept, welches sich sicherlich ohne Probleme durch die städtische Baugesellschaft bewerkstelligen ließe, könnte dafür richtungsweisend sein.
Auch bei der Finanzierung des ganzen Projektes sehen die Linken keine Probleme. Hanau habe sich durch den jetzigen Wettbewerblichen Dialog einen guten Ruf auch außerhalb Europas geschaffen, was die Akquise von möglichen Investoren erleichtere. Außerdem würde sich sicherlich auch das Land Hessen gerne an einem solchen Vorhaben beteiligen. Schließlich werden schon heute für den Flughafen Kassel-Calden mittlerweile über 225 Mio. Euro veranschlagt. Und wenn die Landesregierung schon Steuergelder für einen Flughafen in einem Gebiet ausgibt, in dem sich Hase und Igel gute Nacht sagen, aber keine Flugzeuge fliegen, dürfte eine Investition in eine florierende Stadt wie Hanau gesichert sein.
Und selbst wenn die Landesgelder nicht so üppig fließen sollten, sieht die Linke das Hanauer Flughafenprojekt nicht gefährdet. Denn schon heute zeigt der städtische Doppelhaushalt für 2010/2011 mit einem Defizit von fast 160 Mio. Euro, dass für einen Wettbewerblichen Dialog genügend Geld vorhanden ist. Deswegen sind die einen oder anderen 100 Mio. Euro Schulden gut angelegtes Geld. Denn das Motto lautet: „Dein Hanau baut…"
