Braucht der Bund wirklich die Underwood-Kaserne um kriegstüchtig zu sein?

Zur Ankündigung, dass die ehemalige Underwood-Kaserne auf der Liste der 200 Standorte in Deutschland steht, die als Liegenschaft für eine Nutzung durch die Bundeswehr geeignet erscheint, kommentiert der Fraktionsvorsitzende von DIE FRAKTION Hanau, Jochen Dohn:  

„Dass die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) die ehemalige Underwood-Kaserne für die strategische Liegenschaftsreserve für die Bundeswehr behalten will, nimmt Hanau die Chance, das Gelände als Gewerbefläche zu entwickeln. 6,1 Hektar fallen nun weg, die an anderer Stelle kompensiert werden sollen und dies evtl. mit starken Eingriffen in die Flora und Fauna.“ 

Dohn unterstützt die Forderung der Hanauer Friedensplattform nach einer zivilen Entwicklung des Geländes und keine Rückkehr zur Militarisierung. Ein Leerstand sollte von der Stadt Hanau nicht hingenommen werden.  Dabei stellen sich für ihn die Fragen: Ob der Bund für die Kriegstüchtigkeit wirklich auf die Kasernenfläche angewiesen oder ist und ob die derzeitige Nutzung als Unterkunft für Kriegsflüchtlinge nicht eher der Wirklichkeit entspricht.