Aus den Fehlern lernen
Linke stellt Anfrage zu den Wohnungen im Kinzigheimer Weg
Im Februar 2009 wollte die Linksfraktion den Verkauf der Wohnungen der Baugesellschaft im Kinzigheimer Weg an die CasaArt Holding GmbH verhindern. Zudem beantragte DIE LINKE, dass die 172 Wohnungen durch die Baugesellschaft saniert werden sollten. Damals scheiterte der Antrag an den anderen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung.
Nun kündigt der Fraktionsvorsitzende der Linken Jochen Dohn an, dass seine Fraktion zu der aktuellen Situation rund um die Wohnungen eine Anfrage an den Magistrat stellen wird. „Wir hatten vor dem Verkauf der Wohnungen gewarnt. Aus dem Negativ-Beispiel der Wohnungsverkäufe der Nassauischen Heimstätten wurde leider nichts gelernt. Dies rächt sich nun. Verlierer sind die Mieter im Kinzigheimer Weg und die versprochenen Sanierung steht in den Sternen.“
Nachdem CasaArt Ende letzten Jahres Insolvenz angemeldet hat und die GVW Grundvermögen Wiesbaden Handelsgesellschaft mbH ihr Gewerbe abgemeldet hat, stellen sich einige Fragen. So will DIE LINKE vom Magistrat wissen, ob es die Projektentwicklungsgesellschaft Kinzigheimer Weg mbH noch gibt und welche Aufgaben diese erfüllt. Auch die undurchsichtige Unternehmensverstrickungen zwischen CasaArt, GVW Grundvermögen und Projektentwicklungsgesellschaft Kinzigheimer Weg sind zu klären. Darüber hinaus wird nach dem Sanierungsstand der Wohnungen gefragt. Und der Magistrat soll Auskunft über die Höhe der noch ausstehenden Forderungen gegeben. Die unter anderem der Baugesellschaft Hanau durch die Verwaltung der Wohnungen entstanden sind. Außerdem fragt die Linksfraktion, ob im Kaufvertrag eine Rückabwicklung vereinbart worden ist, falls die Sanierungen nicht durchgeführt werden.
Dohn hofft, dass Stadtverordnete, Magistrat und Aufsichtsrat der Baugesellschaft aus diesem Desaster lernen und nicht weiteres öffentliches Vermögen verscherbeln. Beim Freiheitsplatz und bei den Wohnungen in der Französischen Allee ist dies jedoch noch nicht der Fall.

