Keine Maikäferbekämpfung durch Pestizideinsatz
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
1. Die Stadtverordnetenversammlung unterstützt den Magistrat in dem Bestreben, die Bekämpfung der Maikäfer durch den Einsatz von Pestiziden zu unterlassen. Deshalb fordert die Stadtverordnetenversammlung die Landesregierung auf, statt der Chemiekeule den Einsatz alternativer Methoden zu prüfen.
2. In einer Sitzung des Struktur- und Umweltausschusses wird das Thema Maikäferbekämpfung behandelt. Dazu werden Vertreter von Hessen Forst und von den Umweltverbänden, die sich gegen den Pestizideinsatz aussprechen, eingeladen.
Begründung:
Die Pläne von Hessenforst, die Maikäfer rund in der Region Hanau mit Pestiziden zu bekämpfen, stellt ein hohes Risiko für Pflanzen, Tiere und Menschen dar. Stadtrat Dr. Piesold und die Untere Naturschutzbehörde der Stadt haben heftige Bedenken gegen einen Gifteinsatz. Ebenfalls haben Umweltverbände vor einem eklatanten Eingriff in das Ökosystem gewarnt. Diese sprechen davon, dass grundlegende Erkenntnisse der Biologie und der Populationsdynamik von Insekten außeracht gelassen wurden. Somit würde die Chemiekeule das Käferproblem mittel- und langfristig sogar noch verschlimmern anstelle dieses zu lösen. Die Stadtverordnetenversammlung sollte - ebenso wie der Kreistag - sich gegen den Gifteinsatz und für eventuelle alternative Bekämpfungsmöglichkeiten aussprechen. Dazu sollte in einer Ausschusssitzung das Thema mit Sachverständigen erörtert werden.
