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Erklärung der LINKEN in Hanau zur DGB-Initiative 88er Prozess

Oktober 2014

Der Stadtverband Hanau der Partei DIE LINKE. unterstützt die Initiative des DGB-Ortsverbandes Maintal, anlässlich des 80. Jahrestages des sogenannten 88er Prozesses den Platz vor dem Frankfurter Hof in Maintal nach Käthe Jonas zu benennen.

1935 wurden 88 Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt und dem Kreis Hanau wegen Vorbereitung zum Hochverrat vor dem Oberlandesgericht in Kassel angeklagt. Hauptangeklagte war die Antifaschistin Käthe Jonas aus Dörnigheim, die in diesem Prozess zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Bereits 1933 wurde Käthe erstmals verhaftet, weil sie auf der Liste der KPD für den Kreistag in Hanau und für die Gemeindevertretung in Dörnigheim kandidiert hatte. Im Juli 1944 wurde sie abermals verhaftet und in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück deportiert. Befreit wurde Käthe auf dem Todesmarsch.

Später, als Käthe 1963 aus ihrem Beruf als Sachbearbeiterin der Stadt Hanau ausschied, begann sie zusammen mit anderen Ravensbrück-Überlebenden die Lagergemeinschaft Ravensbrück aufzubauen.

DIE LINKE. Hanau ist der Meinung: "Käthe Jonas hat es wie keine Zweite verdient, dass der Platz vor dem Frankfurter Hof ihren Namen erhält", erklärt Gabriele Röhrig vom Stadtverbandsvorstand. Gabriele Röhrig ist zuversichtlich: "Mit einer breiten Unterstützung der DGB-Initiative wird es sicher gelingen, dass es ab Frühjahr 2015 in Maintal an der Kennedy-, Karl-Leis- und Frankfurter Straße sowie Hasengasse einen 'Käthe-Jonas-Platz' geben wird."