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Umwelt

Der Klimawandel zwingt zu tief greifenden Veränderungen der Arbeits- und Lebensweise. Die Auswirkungen der Verschmutzung belasten immer mehr Menschen, Tiere und Natur. Nachhaltiger Umweltschutz spielt trotz Stabsstelle Umwelt/Integration in der Politik der Koalition SPD-FDP-Grüne-BfH kaum eine Rolle. Ihre „Umweltpolitik“ richtet sich hauptsächlich nach der ökonomischen Verwertbarkeit. Um den ökologischen Herausforderungen gerecht zu werden, muss verstärkt mit den Natur- und Umweltverbänden sowie den Bürgerinitiativen vor Ort zusammengearbeitet werden.


Sanierung von Konversionsflächen und Vorrang für Natur

In Hanau liegen viele Flächen brach. Bevor neue Freiflächen für Gewerbe- und Wohngebiete ausgewiesen und versiegelt werden, müssen zuerst Brachflächen genutzt werden. Nach dem Wegzug der US-Armee gilt es weiterhin, viele Konversionsflächen in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) zu sanieren. In vielen Gebieten der Konversionsflächen konnte sich die Natur frei entfalten: Eine hohe Biodiversität ist entstanden, die es zu erhalten und zu schützen gilt. Die Ansiedlung und die Zucht der Przewalski-Pferde ist ein Gewinn für die Lebensqualität in Hanau und nützt dem sanften Tourismus.


DIE LINKE. Hanau fordert:

  • Jede politische Entscheidung auf ihre nachhaltige Umweltverträglichkeit zu überprüfen. Der Mensch und eine intakte Natur sind dem Profit Einzelner voranzustellen.

  • Für eine nachhaltige Stadtplanung ein aktuelles Klimagutachten nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu erstellen.

  • Dem Flächenfraß entgegenzuwirken. Brachliegende Flächen sind bevorzugt zu bebauen oder - sollten diese nicht mehr benötigt werden – zu entsiegeln und nachhaltig wieder aufzuforsten.

  • Städtische Gebäude und Wohnungen der Baugesellschaft sukzessive energetisch zu sanieren und eine dezentrale und regenerative Energiegewinnung zu prüfen.

  • Die Biodiversität durch Ausweisung mehrerer Naturschutzgebiete zu schützen, z. B. Waldwiese Großauheim, Konversionsfläche, Mainwiese, ehemaliger Gleisbauhof.

  • Ein Biodiversitätszentrum in Verbindung mit einer Jugendherberge auf dem Campo Pond-Gelände einzurichten.

  • Das Umweltzentrum in ein autarkes Zentrum umzubauen. Außerdem ist die Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen weiter zu verstärken.

  • Ausgeräumte Landschaften mit ehemals naturraumtypischen Bestandteilen weiter aufzuwerten, z. B. Streuobstwiesen.


Abfälle sind Rohstoffe

Die besten Abfälle sind die, die vermieden werden können. Aufklärung zur Müllvermeidung und Recycling vor Verbrennung müssen Vorrang haben. Leider versucht die CDU/CSU-FDP Bundesregierung, den Abfallsektor noch weiter zu privatisieren, anstatt den Kommunen die Abfallentsorgung zu überlassen.

Auch das Desaster des Main-Kinzig-Kreises durch den Traum eines eigenen Thermoselect-Müllofens ist ein mahnendes Beispiel einer verfehlten Abfallpolitik in der Vergangenheit. Für diese verfehlte Abfallpolitik wird der Gebührenzahler immer noch abkassiert. Der Main-Kinzig-Kreis muss neue Wege bestreiten, von denen auch die Stadt Hanau profitieren kann. So könnte Probeweise das Verfahren der nassen und trockenen Tonnen eingeführt werden: Alle Abfälle werden von der Kommune getrennt gesammelt, Altpapier- und Altglassammlung bleiben bestehen. In der trockenen Tonne werden verwertbare Restabfallbestandteile (z. B. Kunststoffe, Plastik-Verbundstoffe, Metalle, Holz, Aluminium, Weißblech) gesammelt. Die verbleibenden Restabfälle (z. B. Hygieneartikel, Speisereste und organische Abfälle aus der Biotonne) kommen in die nasse Tonne. Durch die Vergärung der nassen Abfälle können Biogasanlagen zur Wärme- und Stromproduktion genutzt werden. Eine umweltgerechte Abfallentsorgung mit neu entstandenen Arbeitsplätzen und zusätzliche Einnahmen sowie Gebührensenkungen könnten dadurch entstehen.


DIE LINKE. Hanau fordert:

  • Druck auf den Main-Kinzig-Kreis auszuüben, um ein Umdenken in Sachen Abfall zu erreichen.

  • Die ehemalige Mülldeponie „Monte Scherbelino“ zu sanieren, sollte das Gewerbegebiet erweitert werden.

  • Kleinere Restmülltonnen einzuführen.


Sauberes Wasser als Grundlage des Lebens

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie schreibt den Schutz für Flüsse, Seen und Grundwasser vor. Diese muss die Stadt Hanau bis zum Jahr 2015 umsetzen. Die Sanierung von Gewässern und der Schutz des Grundwassers sowie das Wassersparen müssen im Mittelpunkt aller neuen Investitionen stehen.


DIE LINKE. Hanau fordert:

  • Den Hellenbach zu sanieren und das Klärbecken in Klein-Auheim zu erweitern, damit bei starken Regenfällen keine weiteren Fäkalien in den Hellenbach laufen.

  • Den Altmainarm durchzustechen, damit Wasseraustausch und Sauerstoffzufuhr der Verschlammung entgegenwirken.


Reine Luft zum Atmen

Dioxide, Monoxide und Feinstäube belasten die Luft in Hanau. Nicht nur das Kohlekraftwerk Staudinger, auch der Verkehr und die Heizungsanlagen zählen zu den Hauptluftverschmutzern. Wenn der Grenzwert überschritten wird, sieht die EU-Feinstaubrichtlinie klare Regelungen vor - bis hin zum Fahrverbot.


DIE LINKE. Hanau fordert:

  • Präventive Maßnahmen, bevor Grenzwerte bei der Luftverschmutzung überschritten werden. Deswegen sollte eine Umweltzone für das Rhein-Main-Gebiet eingeführt werden.


Lärm macht krank

Da das Ohr nie schläft, gehören durch Lärm verursachte Krankheiten (insbesondere Bluthochdruck, Herz- und Kreislauferkrankungen) zu den häufigsten Krankheiten in der Gesellschaft. Aber nicht nur der Fluglärm macht krank, auch Auto- oder Zugverkehr beeinträchtigt die Gesundheit.


DIE LINKE. Hanau fordert:

  • Ausbaumaßnahmen im Straßenverkehr u. a. auf ihre Lärmfolgen detailliert zu prüfen. Ein aktueller Lärmminderungsplan kann Abhilfe schaffen, u. a. durch Lärmschutzwände oder auch Tempolimits. Dies gilt ebenso für den Zugverkehr, wie etwa den Ausbau der nordmainischen S-Bahn.

  • „Flüsterasphalt“, dessen offenporige Oberfläche das Rollgeräusch der Reifen spürbar reduziert, für alle stark befahrenen Straßen.


Schutz vor Strahlung für jeden

Die Zeiten, in denen Hanau als Atomdorf tituliert wurde, sind zum Glück vorbei. Dass die Firma NCS vor dem Oberverwaltungsgericht mit ihrem Ansinnen für ein weiteres atomares Zwischenlager gescheitert ist, ist ein Gewinn für die Hanauerinnen und Hanauer. Aber nicht nur atomare Strahlung kann belasten. Die Gefahren von Mobilfunkmasten müssen weiterhin erforscht werden. Die zurzeit geltenden hohen Grenzwerte liegen weit über den derzeitigen technisch möglichen Standards.


DIE LINKE. Hanau fordert:

  • Keine Mobilfunkmasten an öffentlichen Einrichtungen, z. B. in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Seniorenwohnheimen und Krankenhäusern oder in deren Nähe.


Biologischer Anbau statt nicht beherrschbarer Gentechnik

In öffentlichen Einrichtungen muss es einen Vorrang für biologische Lebens- und Bedarfsmittel geben. Der Anbau von genmanipulierten Pflanzen macht an der Stadtgrenze nicht halt. Gentechnik ist nicht beherrschbar und kann sich negativ auf andere Pflanzen, Tiere und den Menschen auswirken. Gentechnisch veränderte Nahrungsproduktion ist absolut nicht notwendig und wird ausschließlich aus Profitgier betrieben.


DIE LINKE. Hanau fordert:

  • Für Kindertageseinrichtungen, Schulen, Seniorenwohnheime und Krankenhäuser Nahrung aus biologischem Anbau.

  • Kein Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen.


Tierschutz

Der Tierschutz findet nicht alleine im Tierheim statt. Ungezügelte Population schadet auch den Tieren. Aber nicht nur die Stadt Hanau steht in der Verantwortung, auch die jeweilige Halterin bzw. der jeweilige Halter.


DIE LINKE. Hanau fordert:

  • Das Tierheim finanziell besser auszustatten.

  • Öffentliche Taubenschläge in der Innenstadt einzurichten.

  • Kastrationsgebot für freilaufende und wilde Katzen.

  • Tierfriedhöfe als Alternative zur Tierverwertungsanstalt.

  • Keine Zirkusgastspiele mit Wildtieren.

  • Halterkunde-Nachweis statt Rasseliste. Nicht die Rasse entscheidet, ob ein Tier bissig ist. Keiner darf sich einen Hund anschaffen, ohne zuvor eine theoretische Halterkunde absolviert zu haben. Sämtliche Tiere sind per implantiertem Chip identifizierbar und alle sind haftpflichtversichert.

  • Tiertafeln, in der finanzschwache Menschen Tiernahrung und -zubehör erhalten können.