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Kultur und Tourismus

Hanau bietet viele kulturelle Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten. Doch die finanzielle Misere geht nicht spurlos an der Kultur vorbei. Nicht alle kulturellen Angebote können durch privates Engagement, Sponsoring, das Gründen von Stiftungen oder das Spendensammeln durch Vereine gesichert werden. „Kultur schließt nicht nur Kunst und Literatur ein, sondern auch Lebensformen, die Grundrechte des Menschen, Wertesysteme, Traditionen und Glaubensrichtungen.“ So hat die UNESCO Kultur definiert.

Deshalb gehört es zu den Grundlagen einer lebendigen Demokratie, die Vielfalt zu erhalten und allen Menschen die Teilhabe an Kultur zu ermöglichen. Und deshalb darf sich Kultur in Hanau nicht nur auf große Events oder das neue Großkino beschränken. Eine öffentliche Förderung von Kultur ist unabdingbar.

Durch den Koalitionsvertrag von SPD-FDP-Grüne-BfH gibt es den Kulturdezernenten, Kulturmanager und Kulturbeauftragten. Eine klare Arbeitsaufteilung ist nach außen nicht erkennbar. Reibungsverluste vergeuden im kulturellen Bereich Energie, Kreativität sowie finanzielle Mittel.


DIE LINKE. Hanau fordert:

  • Einen Kulturentwicklungsplan, in dem z. B. Kulturveranstaltungen besser aufeinander abgestimmt sind.

  • Die Kulturförderung nicht auf große Events zu reduzieren.

  • Ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen, wie etwa den Geschichtsverein Hanau, den Förderverein Olof-Palme-Haus, den Förderverein für das Wilhelmsbader Karussell, die Gesellschaft für Goldschmiedekunst, die Wetterauische Gesellschaft, die Stiftung Bahnbetriebswerk Hanau und den Verein der Museumseisenbahn Hanau sowie die verschiedenen Partnerschaftsvereine.

  • „Kleine und alternative“ Kultur zu fördern und auszubauen, damit diese nicht nach dem Auslaufen von Fördergeldern wieder aus der Kulturszene verschwinden, wie z. B. „Klingendes Mobil“, „Lamboy-Kids“, Schultheatertage, das Autonome Kulturzentrum Metzgerstraße.

  • Konzertreihen, Kunstaktionen, Partys, Theaterworkshops, Videoprojekte und Treffpunkte für Jugendliche.

  • Veranstaltungsorte und Auftrittsmöglichkeiten, die die Schweinehalle bzw. Halle 2 ersetzen können.

  • Geeignete und kostengünstige Proberäume für Bands und Musiker bereitzustellen.

  • Love-Familiy-Park weiterhin auf den Mainwiesen, solange kein Alternativstandort zur Verfügung steht. Intensiv zu prüfen wäre das Herbert-Dröse-Stadion und die Konversionsflächen.

  • Die Märchenfestspiele als Hanauer Aushängeschild beizubehalten. Das Konzept der Klassifizierung in Erwachsenen- und Kinderstücke und die Aufnahme ausländischer Märchen in den Spielplan sowie der finanzielle Rahmen müssen jährlich überprüft werden. Grundlegende Änderungen sind danach gegebenenfalls vorzunehmen.

  • Hanauer Kultursommer mit der Wilhelmsbader Sommernacht zu erhalten.

  • Gebührenfreier Besuch der Adolf-Schwab-Musikschule der Stadt Hanau für Kinder aus finanzschwachen Familien.

  • Kurse für Kultur an der VHS und an der Jugendkunstschule weiterhin beizubehalten.

  • Einen Jugend-Kulturwettbewerb mit den Hanauer Partnerstädten.

  • Historische Feste wie Bürger- und Lamboyfest sowie das Internationale Freundschaftsfest zu erhalten.

  • Das Museumskonzept (inkl. Puppenmuseum) unter Berücksichtigung finanzieller Möglichkeiten sukzessive umzusetzen.

  • Hanauer Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime dauerhaft zu würdigen. Hier ist zu prüfen, ob dies im Schloss Philippsruhe oder im Fronhof geschehen kann.

  • Die Identität der Stadtteilkultur beizubehalten und weiter zu fördern.

  • Die Bibliothek unabhängig des Wettbewerblichen Dialogs auszubauen.

  • Vorerst von einem Brüder-Grimm-Kulturzentrum aus finanziellen Gründen Abstand zu nehmen.

  • Die KulturRegion FrankfurtRheinMain, den Regionalpark RheinMain, die Route der Industriekultur Rhein-Main sowie das Hessische Puppenmuseum weiter zu vernetzen.


Hanau ist mehr als eine Brüder-Grimm-Stadt

Die Brüder-Grimm sind das Aushängeschild Hanaus. Daneben gibt es noch weitere Sehenswürdigkeiten, die für den Tourismus interessant sind. Schloss Philippsruhe, Kuranlagen und Staatspark Wilhelmsbad, Goldschmiedehaus, Neustädter Rathaus, Wallonisch-Niederländische Kirche, Fronhof, Alte Fasanerie in Klein-Auheim, Obertor in Mittelbuchen, Römische Badeanlage in Kesselstadt, Stadtmauer mit Dilgesturm, Maintor, Mühltor, Zehntscheune, Herrenhof und Schloss Steinheim. Zudem verfügt Hanau über eine interessante historische Entwicklung. Diese betrifft z. B. die Judenstättigkeit sowie die Gründung der Neustadt durch die Glaubensflüchtlinge (Wallonen, Flamen, Hugenotten und Waldenser).


DIE LINKE. Hanau fordert:

  • Den sanften Tourismus auszubauen. Unter anderem durch Angebote rund um den Waldenserradweg, Vulkanradweg, Bahnradweg.

  • Stadtrundfahrten mit kulturellen Veranstaltungen als Kombipakete anzubieten.

  • Kein weiteres Hotel in der Altstadt in Verbindung mit dem Brüder-Grimm-Kulturzentrum, solange die derzeitigen Hotels noch ausreichende Kapazitäten zur Verfügung haben.

  • Eine Jugendherberge für Hanau. Diese könnte in Verbindung mit einem Biodiversitätszentrum auf dem Campo Pond-Gelände entstehen.

  • Gastronomie für das Kurhaus Wilhelmsbad.

  • Öffentliche Toiletten zu sanieren und zusätzliche Toiletten, z. B. an den Mainwiesen, zu installieren.

  • Die Bahn muss ihrer Verantwortung gerecht werden und die Bahnhöfe sanieren und behindertengerecht ausbauen. Insbesondere die Aufzüge und die Toiletten im Hauptbahnhof müssen grundlegend erneuert werden.