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Gesundheit und Bewegung

Das Gesundheitssystem krankt an vielen Ecken. Gesundheitsversorgung darf nicht als Ware angesehen werden und gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge. Leider bedient die CDU/CSU-FDP-Bundesregierung eher die Interessen der Wirtschaftslobbyisten, als eine ideale Gesundheitsvorsorge für alle Bürger sicherzustellen. Die Einführung der Kopfpauschale ist ungerecht und verstärkt die Klassenmedizin. Eine menschenwürdige Pflege können sich immer weniger leisten.

Ein sozialgerechtes Gesundheitssystem erfordert eine Bürgerversicherung. Die Gesundheitsprophylaxe gehört weiter ausgebaut. Deswegen kommt Sport und Bewegung auf kommunaler Ebene eine besondere Bedeutung zu.


Klinikum in öffentlicher Hand halten

Das städtische Klinikum steht durch Gesetzesänderungen und Deckelung von Geldern unter starkem finanziellem Druck. Immer wieder kommen Gerüchte auf, das Klinikum an einen privaten Betreiber zu veräußern. Schlechtere Qualität des medizinischen Leistungsspektrums sowie massive Einbußen für das Personal wären die Folge. Die Personaldecke ist bereits heute schon am Klinikum sehr dünn - insbesondere im Pflegebereich. Dass die Koalition aus SPD-FDP-Grüne-BfH den Privatisierungsforderungen nicht doch noch nachgibt, ist eine ständige Gefahr.


DIE LINKE. Hanau fordert:

  • Das städtische Klinikum als Maximalversorger weiterzuführen und nicht zu privatisieren. Dafür muss das Klinikum mit anderen kommunalen Kliniken auf gleicher Augenhöhe zusammenarbeiten.

  • Keinen Sanierungstarifvertrag für die Beschäftigten.

  • Notwendige Investitionen in den kommunalen Kliniken (wie z. B. für den Brandschutz) ausreichend zu finanzieren mit Hilfe der Bundes- und insbesondere der Landesregierung.

  • Personalmindeststandard durch Gesetze regeln.

  • Das Klinikum als Ausbildungsstätte zur Gesundheits- und Krankenpflege sowie als akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Frankfurt am Main zu erhalten.

  • Das qualitativ hochwertige medizinische Leistungsspektrum des Klinikums zu erhalten und weiterzuentwickeln.

  • Eine stationäre Urologie für das Klinikum einzuführen.

  • Das Medizinische Versorgungszentrum zu stärken.

  • Die gerontologischen und gerontopsychiatrischen ambulanten Versorgungsstrukturen zu erweitern.

  • Die Versorgungssituation an Psychotherapieplätzen zu überprüfen und ggf. zu erhöhen.


Pflege sichern

In der Pflege werden im Main-Kinzig-Kreis bis 2020 zusätzlich 450 Fachkräfte benötigt. Schon heute können die freien Stellen für examinierte Kräfte kaum besetzt werden. Dies liegt unter anderem an der schlechten Bezahlung, den unattraktiven Arbeitsbedingungen sowie am Image des Berufes. Die CDU-FDP Landesregierung investiert keine Gelder, um die Ausbildungsplätze zu erweitern und verschärft damit bewusst den Pflegekollaps. Obwohl Zivildienstleistende nicht als zusätzliche Arbeitskräfte gewertet werden durften, wurden sie doch hierfür gerne kostensparend eingesetzt. Durch ihren Wegfall als billige Arbeitskräfte wird der Pflegenotstand umso spürbarer. Dieses Defizit durch Ein-Euro-Kräfte oder durch die Einführung eines sozialen Pflichtjahrs zu ersetzen, ist ein Verbrechen an der Menschlichkeit und zeigt den Stellenwert der Pflege in diesem kapitalfixierten Wirtschaftssystem. Die Pflegeversicherung muss dringend novelliert werden.


DIE LINKE. Hanau fordert:

  • Eine qualifizierte Betreuung, optimale Arbeitsbedingungen und eine faire und angemessene Vergütung in der Pflege.

  • Keine prekären Arbeitsverhältnisse und befristeten Arbeitsverträge.

  • Ausreichende Kapazitäten an Plätzen in der stationären Altenpflege.

  • Die Ausbildungsplätze in der Pflege bei den öffentlichen und freien Trägern sowie der beruflichen Eugen-Kaiser-Schule auszubauen.

  • Die Pflegesonderprogramme zur Aufstockung des Pflegepersonals gem. Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG) weiter zu finanzieren.

  • Die Palliativversorgung sowie das Hospiz Hanau zu unterstützen.


Sport für jeden

Neben einer gesunden Ernährung soll Sport den Bewegungsapparat schulen und ihn dadurch gesund halten. Bereits im Kindesalter sollte daher sportliche Betätigung zum festen Bestandteil der persönlichen Freizeitgestaltung gehören. Ergebnisse von Motorik-Tests zeigen jedoch, dass bei vielen Kindern erhebliche Defizite bestehen. Durch die demografische Entwicklung zeigt sich immer mehr, dass sich die sportliche Betätigung und Bewegung mit den Jahren ändert.


DIE LINKE. Hanau fordert:

  • Die Prävention und Gesundheitsförderung in der Kindertagesbetreuung, Schule und VHS auszubauen.

  • Die Bewegungsangebote in der Kindertagesbetreuung und in den Schulen, ggf. mit Hilfe von Kooperationsmodellen mit Sportvereinen zu erweitern. Bewusstes Essen aus biologischem Anbau unterstützt zusätzlich ein gesünderes Heranwachsen.

  • Das Heinrich-Fischer-Bad und Lindenaubad in kommunaler Hand zu erhalten.

  • Breitensportliche Infrastruktur als eine wichtige Bedingung für Lebensqualität und Gesundheit auszubauen.

  • Bewegungshelfer für Senioren in Zusammenarbeit mit den Vereinen ausbilden.

  • Generationsübergreifende Plätze zum Sporttreiben und für das spielerische, regenerative und kommunikative Zusammensein stärker zu nutzen.

  • Die Rad-, Trimm und Wanderwegnetze auszubauen.

  • Ausreichende Möglichkeiten zur sportlichen Gesunderhaltung für Menschen mit Beeinträchtigungen einzuplanen.

  • Sportförderung durch die Landesregierung ausreichend zu finanzieren.

  • Die qualitative und quantitative Versorgung mit Turn- und Sporthallen sowie Sportfeldern sicherzustellen.

  • Die Handlungsempfehlungen des Sportentwicklungsplans und dessen Fortschreibung mit der Planungsgruppe „Netzwerk Sport“ sukzessive umzusetzen.

  • Die dritte vorgeschriebene wöchentliche Sportstunde in den Schulen einzufordern.