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Aufruf

Hanauer Aufruf

Liebe MitstreiterInnen, KollegInnen und FreundInnen,

die Hanauer Wohnungspolitik zeichnet sich dadurch aus, dass Wohnungen für Arme abgerissen werden und Neubauten nur für Reiche entstehen. In den vergangenen Jahren wurden mehrere hundert günstige und von sozial schwächer gestellten Menschen bewohnte Wohnungen am Westkarree, dem Ostkarree und in der Gabelsberger Straße abgerissen. Im Freigericht-Viertel und am Kinzigheimer Weg wurden solche Wohnungen an Spekulanten verkauft. Teilweise beträgt die Miete dort 10 Euro/qm; teilweise sind die Wohnungen nicht mehr nutzbar, weil der „Investor“ insolvent ist.

An der Bruchköbeler Landstraße, in der Louise-Schröder-Straße, im Venussee, am Kinzigbogen und im Stadtteil Wolfgang entstanden in dieser Zeit viele Eigentumswohnungen bzw. Häuser. Die Quadratmeterpreise liegen dort über 2500 Euro; im Lehrhöfer Park gar bei 3500 Euro.

Im „Sportsfield Housing“ in Wolfgang dürfen 400 Wohnungen, die sich in gutem Zustand befinden, zwar von Flüchtlingen genutzt werden, müssen aber danach auch abgerissen werden. In einem Gebiet, in das Gerüche aus der Reifenproduktion der Firma Dunlop ziehen, erlaubt der Gesetzgeber die „Unterbringung“ von Flüchtlingen, nicht aber das Wohnen anderer Bürger.

Auch einem Teil der ehemaligen „Pioneer-Kaserne“ könnte der Abriss bevorstehen. Da die Firma Dunlop Klagen künftiger Bewohner befürchtet, will sie einer Nutzung als Wohngebiet auch dort widersprechen. Im weiter entfernten „Fächer“ und im an der Bahnlinie gelegenen Gebiet „Triangel“ plant die Stadt Hanau wiederum den Bau von Eigentumswohnungen.

Der Runde Tisch für  menschenwürdiges und bezahlbares Wohnen hält diese Politik für unsozial. Wohnen ist ein Menschrecht und darf nicht den „Kräften des Marktes“ überlassen wird. Dies kommt im „Hanauer Aufruf“ zum Ausdruck, für den wir auf diesem Weg um Unterstützung bitten.

Unterschriften können an die im Aufruf angegebene Mail-Anschrift oder per Briefpost an mich gesandt werden. Um Weitergabe des Aufrufs wird herzlich gebeten.