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Jedem Fratz einen Platz

Geld für Kitas und nicht für Banken
Jedem Fratz einen Platz - GrafikViele Kommunen haben zu wenig Geld, um die gesetzlich geforderten Plätze für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren (U3) zu schaffen. Einige Städte und Gemeinden streichen sogar bestehende Angebote weg: zum Beispiel Kinderhorte, Hausaufgabenhilfen und Betreuungsangebote an den Schulen. Denn dazu sind sie nicht gesetzlich verpflichtet. Sie stecken diese Mittel dann in den U3- Ausbau, den sie sonst nicht finanzieren könnten.
Hier muss sich dringend etwas ändern! Denn Geld gibt es genug. Es wird nur für die falschen Sachen ausgegeben. Zum Beispiel für die Banken: Seit 2008 entstanden Bund und Ländern für die Rettung deutscher Banken 21,3 Milliarden Euro Verluste. Das entspricht ziemlich genau der Summe, die für den Ausbau und den Betrieb der Kitas nötig wäre, um den Rechtsanspruch zu erfüllen - nämlich 20 Milliarden Euro! Dieses Geld könnte man zusammenlegen mit den bisher schon eingestellten Haushaltsmitteln von Bund, Ländern und Kommunen. Dann gäbe es nicht nur genügend Kita-Plätze, sondern auch eine bessere Ausstattung, gut bezahlte Erzieher/innen, kleine Gruppen, kostenloses Mittagessen und viel niedrigere oder sogar keine Gebühren.

Für jeden Fratz einen Platz

Ab dem 1. August 2013 hat jedes Kind einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Dieser gilt ab dem zweiten Lebensjahr.
In den Kreisen und Kommunen werden gerade große Anstrengungen unternommen, ausreichend Kindereinrichtungen zu schaffen. Für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren (U3) soll es Betreuungsplätze geben. Doch viele Städte und Gemeinden haben nicht genug Geld, um die Plätze auch bereit zu stellen.
Dabei ist die geplante Versorgung für 35 Prozent der Kinder noch viel zu niedrig. Es sind mindestens Betreuungsplätze für 60 Prozent der Kinder nötig.
Doch es gibt noch mehr Probleme: Oft fehlen Räume und das Geld für den Bau von Kitas.
Dann mangelt es vor allem an qualifiziertem Personal: 2013 werden in Hessen 3520 Erzieherinnen und Erzieher fehlen. Einerseits werden zu wenige ausgebildet. Andererseits verlassen viele den Beruf gleich nach der Ausbildung wegen der schlechten Arbeitsbedingungen und der zu geringen Bezahlung.
Fest steht: In vielen Kommunen können die U3-Plätze nicht bereitgestellt werden - trotz gesetzlichem Rechtsanspruch.

Frühkindliche Bildung ist wichtig!

In Deutschland sind Kinder aus einkommensschwachen Familien in der Schule oft benachteiligt. Das gilt auch für Migrantenfamilien und alle Elternhäuser, die keinen hohen Bildungsabschluss haben oder mit besonderen Problemen kämpfen. Kinder, die eine Kindereinrichtung besuchen, haben später in der Schule bessere Chancen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass der Besuch einer Kindereinrichtung hilft, viele Bildungslücken und Defizite aufzuholen.

Kita-Plätze statt Betreuungsgeld!

Weil die Kita-Plätze nicht ausreichen werden, kam die Bundesregierung auf die Idee mit dem Betreuungsgeld. Jede Familie, die ihre Kinder nicht in eine Kindereinrichtung schickt, soll mit 150 Euro monatlich belohnt werden. Für Familien mit geringem Einkommen ist das viel Geld!

Doch leider hat das Betreuungsgeld viele Nachteile:

  • Familien, die auf Hartz IV angewiesen sind, bekommen es nicht: Das Betreuungsgeld wird in voller Höhe angerechnet.
  • Viele Eltern können ihre Kinder zuhause nicht so fördern, wie sie gerne möchten. Diese Kinder haben in der Schule weniger Chancen.
  • Ein uraltes Familienbild wird beibehalten: die Mutter verzichtet auf eine Erwerbsarbeit und damit auf soziale Absicherung. Nach der Erziehungszeit schaffen viele Frauen den Einstieg in den alten Beruf nicht mehr und müssen sich mit schlechten Jobs zufrieden geben.
  • Ihre Altesrente fällt entsprechend mager aus.
  • Die Kommunen müssen nicht mehr für bedarfsdeckende Kindereinrichtungen sorgen. So lässt sich viel Geld einsparen.

Geld für Kinder - nicht für Banken!

Viele Kommunen haben zu wenig Geld, um die gesetzlich geforderten Plätze für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren (U3) zu schaffen. Einige Städte und Gemeinden streichen sogar bestehende Angebote weg: zum Beispiel Kinderhorte, Hausaufgabenhilfen und Betreuungsangebote an den Schulen. Denn dazu sind sie nicht gesetzlich verpflichtet. Sie stecken diese Mittel dann in den U3-Ausbau, den sie sonst nicht finanzieren könnten.
Hier muss sich dringend etwas ändern! Denn Geld gibt es genug. Es wird nur für die falschen Sachen ausgegeben. Zum Beispiel für die Banken: Seit 2008 entstanden Bund und Ländern für die Rettung deutscher Banken 21,3 Milliarden Euro Verluste. Das entspricht ziemlich genau der Summe, die für den Ausbau und den Betrieb der Kitas nötig wäre, um den Rechtsanspruch zu erfüllen, nämlich 20 Milliarden Euro!
Dieses Geld könnte man zusammenlegen mit den bisher schon eingestellten Haushaltsmitteln von Bund, Ländern und Kommunen. Dann gäbe es nicht nur genügend Kita-Plätze, sondern auch eine bessere Ausstattung, gut bezahlte Erzieherlinnen, kleine Gruppen, kostenloses Mittagessen und viel niedrigere oder sogar keine Gebühren.

Alle Kinder fördern!

Bis 2013 will die Bundesregierung 400 Millionen Euro für das Betreuungsgeld ausgeben. Ab 2014 sollen es dann jährlich 1,2 Milliarden Euro sein.
Würde dieses Geld in eine hochwertige öffentliche Kinderbetreuung fließen, wäre das die beste Förderung für alle Kinder.