Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Wie gefährlich ist Glyphosat?

ALF will Verzicht des Unkrautvernichtungsmittels

Wie die Alternative Linke Fraktion mitteilt, wird in der nächsten Stadtverordnetenversammlung über die Verwendung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat in Hanau diskutiert. „Ziel ist es, einen Maßnahmenplan zu finden, der es ermöglicht, bei der Pflege der Grünflächen und Wege in der Stadt auf den Einsatz jeglicher Pestizide und Gifte generell zu verzichten, um sowohl von Menschen, der Umwelt, Flora und Fauna jegliche Gefahren fernzuhalten. Stattdessen soll eruiert werden, welche alternativen Mittel und Möglichkeiten zum Fernhalten von Wildkräutern bzw. so genannte Bei-kräutern zu finden und einzusetzen sind“, so Christa Martin für die ALF.

Für die ALF steht schon jetzt fest, dass die Stadt generell auf das auf Glyphosat, eines der giftigsten und weltweit am häufigsten eingesetzten Mittel zur Unkrautvernichtung, im Stadtgebiet verzichten soll. Schon länger steht der Unkrautvernichter unter dem Verdacht wahrscheinlich krebserregend zu sein, wie es z.B. die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation WHO sieht. Erst vor wenigen Tagen ging eine Skandalmeldung durch die Medien, dass Glyphosat in Muttermilch nachgewiesen worden ist.

Martin: „Im Struktur- und Umweltausschuss sollte der Magistrat über Alternativen berichten, denn die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze muss in Hanau wichtiger sein muss, als andere Vorhaben. Trotz gewissenhafter Schulung der mit der Gift-Arbeit befassten MitarbeiterInnen der Stadt und trotz des sicherlich gewissenhaften Umgangs und Einsatzes von Roundup-Glyphosat sind die Gefahren größer als der Nutzen.“

Die ALF verweist darauf, dass viele Städte und Gemeinden mittlerweile auf den Einsatz auf Glyphosat verzichten. Zudem haben Baumarktketten angekündigt dieses Unkrautvernichtungsmittel aus ihrem Sortiment zu nehmen. Zurzeit wird Glyphosat in bäuerlichen Betrieben, Gärtnereien, beim Wein- und Obstanbau, auf Wiesen und Weiden, im Wald, sogar in Haus- und Kleingärten eingesetzt. Außerdem soll noch in diesem Jahr die EU-Kommission entscheiden, ob die Zulassung des Wirkstoffs Glyphosat in der Europäischen Union für weitere zehn Jahre verlängert wird. „Deutschland ist in dem EU-Verfahren Berichterstatter. Die Bundesregierung hat deshalb großen Einfluss darauf, ob Glyphosat in Europa verboten wird. Deshalb sollte die Stadtverordnetenversammlung auch den Bundeslandwirtschaftsminister, Christian Schmidt, und Bundesverbraucherschutzminister, Heiko Maas, auf, sich den wahrscheinlich krebserregend Unkrautvernichter einzusetzen“, fordert Martin abschließend.