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Mehrzweckhalle oder Basketball-Arena?

Eric Ludwig, für die Linke im Ortsbeirat Innenstadt, kommentiert den von den Profi-Basketballern gewünschten Neubau einer Mehrzweckhalle.

SPD und CDU jubeln gerade über die privat finanzierte Umbaumaßnahme an der Main Kinzig Halle, und nebenbei wird von der CDU auch noch auf den Grünen Sportdezernten eingedroschen.

Ludwig gibt zu Bedenken, das es nahezu ausgeschlossen ist, die auf die Bedürfnisse des Profisports ausgerichteten Umbaumaßnahmen (Stichwort VIP-Bereich) aus der städtischen Kasse zu bezahlen. Das Geld hat die Stadt nicht. Bekanntlich wurden ja im Sozialbereich und bei der Vereinsförderung große Kürzungen vorgenommen.

Wenn nun die White Wings GmbH mit befreundeten Privatleuten oder Unternehmen diese kleine Investition selbst finanziert, dann ist das aus Sicht der Hanauer nur angemessen.

Die Lobeshymne auf diese primär kommerziell motivierte Baumaßnahme dient wohl eher dazu, die Hanauer Öffentlichkeit für den Bau einer Basketballhalle einzusingen.

Warum die Manager der White Wings, darunter mit Jens Gottwald und Thorsten Wünschmann gleich zwei hochrangige Entscheidungsträger der Stadt, so schnell öffentliche Unterstützung für den Bau einer Mehrzweckhalle erbitten, können die Linken gut nachvollziehen und überrascht Ludwig und Mathes nicht.

Die White Wings sind aber kein Verein, sondern eine auf Gewinn ausgerichtete GmbH.

Es gibt keinen Breitensport und keine Angebote für Kinder oder Senioren. Weil die städtischen Kassen leer sind, sieht die Linke auf absehbare Zeit keine Möglichkeit diese Pläne zu unterstützen, weder mit Haushaltsmitteln (also Geld), noch durch städtische Bürgschaften. Die Stadt kann es sich nicht erlauben, das sportliche Risiko eines Liga-Abstiegs der Mannschaft „auf Ihre Bücher zu nehmen“.

Über feste Vereinbarungen für Belegungsrechte der Stadt für Vereinssport oder kulturelle Nutzungen ließe sich diskutieren, wenn es bei den Hanauer Vereinen tatsächlich Bedarf geben sollte und die Kosten angemessen sind.

Die Investitionen muss die White Wings GmbH aus eigenen Mitteln bezahlen! Immerhin kostet eine Eintrittskarte zurzeit ja schon mehr als 10 Euro.

Die White Wings haben als Standort für eine Mehrzweckhalle Sportfield Housing ins Gespräch gebracht. Auch dazu nehmen die beiden Vertreter Der Linken im Ortsbeirat, Eric Ludwig und Ralph-Jörg Mathes, Stellung:

Bevor die Nutzung als Wohngebiet nicht endgültig vom Tisch ist (Stichworte Geruchs- und Lärmbelastung, Insellage) sollten keine anderen Pläne forciert werden. Wegen der sehr guten Anbindung an das Fernstraßennetz empfiehlt sich der Standort auch als Gewerbegebiet. Die isolierte Lage ausserhalb der Kernstadt erscheint aber für eine kulturelle Nutzung ungeeignet.

OB Kaminsky, der bei jeder Gelegenheit seine Haushaltsführung als Kämmerer rühmt, wird hoffentlich die möglichen Mehreinnahmen durch mehr Einwohner oder mehr Gewerbe bei dieser Entscheidung nicht aus den Augen verlieren!

Die Linke positioniert sich in der Sache eindeutig:

·       keine städtischen Mittel für Profisport, solange im Sozialbereich gespart wird

·       für Sportfield Housing ist vorrangig eine Nutzung als Wohn- oder Gewerbegebiet anzustreben

·       das Sponsoring der Baugesellschaft Hanau für die White Wings, Geschäftsführer der Baugesellschaft ist übrigens Jens Gottwald, ist so schnell wie möglich zu beenden. Die Mittel werden für den Wohnungsbau dringender benötigt.

Ludwig wird zur nächsten Sitzung des OBR Innenstadt einen entsprechenden Antrag einbringen.