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Man darf es Mogelpackung nennen

Eric Ludwig, für die Linken im Ortsbeirat Innenstadt, kommentiert die neuesten Vorschläge von OB Kaminsky zur Parksituation der Innenstadt-Bewohner.

„Ich muss staunen, wie geschickt OB Kaminsky und der grüne Verkehrsstadtrat kurz vor der OB-Wahl den Eindruck erwecken, als würden Sie die Parkplatzproblematik für Anwohner mit neuen Vorschlägen lösen oder zumindest mindern wollen. Ohne Insiderwissen könnte man auf diese Mogelpackung hereinfallen“

Zu den Fakten:

·       Die Ansage von Kaminsky das Anwohner an der Main Kinzig Halle kostenlos parken dürfen ist überhaupt keine Neuigkeit. Bereits seit der Freiheitsplatz seinerzeit gesperrt wurde, können Anwohner (Zone I) an der Halle kostenlos parken.
Also keine Verbesserung; eher gilt das Gegenteil: Anwohner müssen ab September eine besondere Parkkarte beantragen, um den mit Schranken versehenen Parkplatz benutzen zu können.

·       Das Anwohner in der Zeit von 18 Uhr bis 8 Uhr (am nächster Tag) in den Parkhäusern parken können ist auch nichts neues. Die Hanauer Parkhaus GmbH bietet unter der Bezeichnung „Nachtparken“ schon lange diese kostengünstige Variante für Dauerparker an, die aber nur sehr wenig genutzt wird.
Neu daran ist nur der günstigere Preis für Inhaber eines Bewohner-Parkausweises. Das Angebot hat aber einen großen Pferdefuß: wer tagsüber im Parkhaus steht (insbesondere am Wochenende) oder eben vor 18 Uhr einfährt, muss den normalen Kurzparker-Tarif zahlen. Das kann teuer werden!

Ludwig kündigt an, das Die Linke spätestens nach den Ferien Alternativen unterbreiten wird, wie für Anwohner und Pendler die Parksituation wirklich verbessert werden kann.

Z.B. könnte das Nachtparken für Anwohner dadurch zu einer real nutzbaren Option werden, dass den Anwohnern eine dem tatsächlichen Bedarf entsprechende Parkdauer angeboten wird oder zumindest ein günstiger Sondertarif wenn (z.B. am Wochenende) das Auto den ganzen Tag im Parkhaus bleibt.

Auch für Pendler ließe sich durch Zeitkorridore für die Ein- und Ausfahrt ins Parkhaus technisch ein günstigerer Tarif umsetzen, so dass insbesondere für die vielen Teilzeitbeschäftigten (z.B. im Handel) parken zu bezahlbaren Kosten ermöglicht wird.

Ludwig kritisiert, das auch die neuen Vorschläge an der Bevorzugung der Kurzparker (Besucher des neuen Einkaufszentrums), gegenüber Anwohnern und Pendlern nichts ändern.

Die Stadt verfolgt weiterhin die umweltbelastende Strategie attraktive Parkmöglichkeiten für Einkäufer zu schaffen, auch wenn dadurch der PKW-Verkehr zunimmt und gleichzeitig das Liniennetz der Stadtbusse vernachlässigt wird.