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Hanauer Polizei bedroht Hilfesuchende - Wer schützt vor der Polizei?

Anlässlich des Berichts auf hessenschau.de „Polizei soll Hilfesuchende beschimpft und Bewaffneten ignoriert haben“ erklären Saadet Sönmez, migrations- und integrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag und Jochen Dohn, Fraktionsvorsitzender der DIE FRAKTION Hanau:

„Wenn die Polizei Opfern von Bedrohungen nicht hilft, sondern sie abweist, ignoriert und ihnen sogar mit Gewalt droht, ist das Staatsversagen.“

Der aktuelle Fall aus Hanau sei kein Einzelfall – immer wieder berichteten insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund davon, das Vertrauen in die Polizei verloren zu haben, weil sie von ihr keine Hilfe erfahren würden, sondern sich von ihr eher durch Erfahrungen mit rassistischen Polizeikontrollen und ungerechtfertigter Gewalt bedroht fühlen würden, so Sönmez.

Dohn ergänzt: „Ausgerechnet in Hanau – der Stadt des rassistischen Terroranschlags vom 19. Februar 2020 – hat die Polizei offenbar erneut eine Bedrohung durch einen bewaffneten Mann nicht ernst genommen und Opfer kriminalisiert. Das macht einfach nur fassungslos. Der Vorfall muss dringend lückenlos aufgeklärt werden, außerdem müssen empfindliche Konsequenzen für die handelnden Polizeibeamten folgen."