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Hanauer Alternative Linke Fraktion zum geplanten Bau von Eigentumswohnungen auf dem Gelände vormals EAM Ecke Eugen-Kaiser-/Hospitalstraße in Hanau

Und wieder sei es passiert. Das, was zu befürchten und erwartet worden war, trete nun ein. Die Hanauer Alternative Linke Fraktion sehe sich erneut in ihrer Überzeugung bestätigt, dass Hanau Stück für Stück an reiche Investoren verkauft werde. Und somit werde Stück für Stück weiter dem Bau von bezahlbaren Wohnungen entgegen gewirkt. Trotz der zwischenzeitlich auch städtischerseits erlangten Erkenntnis, dass Sozialwohnungen in Hanau fehlen!

So werde in Hanau letztlich auch mit altehrwürdigen Bauten umgegangen, die für die Stadt prägend seien. Deren vordergründig billig umzusetzende Renovierung einigen KünstlerInnen überlassen worden waren, um so der Stadt Kosten zu sparen, so geschehen im Hanauer Hafen. Die ALF teile die Frage vieler HanauerInnen, wohin die Geldbeschaffungspolitik der Stadt Hanau in dieser Hinsicht noch führen solle.

Die geplante Bebauung des früheren EAM-Geländes an der Ecke Eugen-Kaiser-/Ecke Hospitalstraße werde jetzt nicht mehr als „Stadtvillen“ bezeichnet, inzwischen sei die Sprache von Eigentumswohnungen. Diese könnten sich erneut nur Wohlhabende leisten. Wieder würde nicht im Ansatz an sozial Schwächere bei neuer Wohnbebauung gedacht!

„Ich wiederhole mich hier gerne: die geplante Bebauung an dieser Stelle ist eine Ohrfeige für alle, die KundInnen sind bei der in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Hanauer Tafel! Das ist so nicht in Ordnung“, empört sich Christa Martin.

Den starken Verkehr und die Luftverschmutzung dieses Areals sehe nicht nur der Architekt als Manko an. Die aufgeführten Nachteile dieser „Top Innenstadtlage“ ließen sich laut ALF wirklich nicht schön reden. Lärm und Feinstäube seien schließlich nicht gesund.

An dieser äußerst verkehrsreichen Ecke müsse zusätzlich viel Geld investiert werden in den Lärmschutz. All die schönen Bilder der Planung könnten nicht darüber hinweg täuschen, dass hier lärmintensiver Luxusbau geplant sei. Zumal der Pausenlärm der angrenzenden Pestalozzi-Schule auch nicht zu verachten sei.

„Als würde die geplante Tiefgarage nicht reichen, müssen weitere 20 Parkplätze im Hof entstehen bzw. neu den Boden versiegeln“, stellt Christa Martin fest. „Warum ist es nicht möglich, einen schönen, großen, grünen Innenhof als gemeinsamen Generationentreffpunkt zu errichten, wenn schon richtigerweise an eine teilweise altersgerechte Wohnbebauung gedacht wird! Statt dessen müssen auch noch im Hof Häuser gebaut werden.“ Wesentlich besser sei es, an dieser Stelle tatsächlich einen innovativen Beitrag zu leisten mit der Gestaltung eines Platzes für urbanes Gärtnern, das die „Innenhof-Idylle“ hervorheben könne! Eine sehr schöne Idee zur Förderung kultureller und sozialer Gemeinschaft, wie dies bereits im Kulturentwicklungsplan der Stadt zu lesen sei. „Hierzu sollte es doch durchaus möglich sein und erscheint uns äußerst sinnvoll, die TafelkundInnen und die Schülerinnen der Pestalozzi-Schule zu integrieren“, begeistern sich die ALF-Mitglieder. „Gemeinsam ist es zu schaffen, auf diese Art und Weise Menschen zusammen zu führen, zur Teilnahme an der Gemeinschaft anzuregen und so aus der Abhängigkeit vom Sozialstaat und Vereinsamung herauszuholen. Das ist soziale, ökonomische Arbeit, die kulturübergreifend zu wirken in der Lage ist  - wenn schon an dieser Stelle wieder kein für alle bezahlbarer Wohnraum entstehen soll!“

Der Plan, die Straße noch zu verbreitern, mache sie keineswegs leiser, verhindere weder Wartezeiten an der Ampel – so denn kein Kreisel gebaut werden solle - noch gesundheitsschädliche Feinstäube und baue kaum der Gefährdung der vor der Tafel Wartenden vor. Insbesondere müsse auf dort sich aufhaltende Kinder, die gewiss nicht bewegungslos vor dem Laden verharren, das Augenmerk liegen.