Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Hanau: Stadt der Stadtvillen?

ALF fragt nach Bau von bezahlbarem Wohnraum für Normalverdiener

Die Alternative Linke Fraktion begrüße zwar, dass an der Ecke Hospital-/Eugen-Kaiser Straße endlich neu gebaut werden soll mit schönerem Ambiente. Allerdings äußert die Fraktion Unverständnis zu der erneut geplanten Wohnbebauung für „gehobenes Klientel“. Denn auch dort sei es durchaus möglich, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Deshalb fordert Christa Martin für die ALF, dass die Kleeblatt-Koalition sich zur Abwechslung auch einmal für bezahlbaren Wohnraum einsetzen könnte, anstatt überwiegend auf den Bau von teuren Eigentumswohnungen zu setzen. Dies könnte durch einen ausgewogenen Bebauungsplan erfolgen.

Die ALF sieht Hanau unwiderruflich auf dem Weg zu einer Luxusstadt. Auf Sozialwohnungen und anderen bezahlbaren Wohnraum für nicht unbedingt reiche Bürgerinnen und Bürger werde wohl zukünftig ganz verzichtet, da nicht gut betuchte Menschen in Hanau wohl nicht mehr gewollt seien.

Ausgerechnet neben der Hanauer Tafel solle nun eine Siedlung mit „Stadtvillen“ gebaut werden, mit Quadratmeterpreisen ab 2600 €. Nicht wenigen Tafel-Besuchern könnte dies wie blanker Hohn und eine schallende Ohrfeige vorkommen. „Menschen, die sich ohnehin nur mit Unterstützung u. a. der Hanauer Tafel ihr Leben leisten können, „dürfen“ mindestens einmal in der Woche die „Stadtvillen“ der Reichen vor Augen haben“, entrüstet sich Christa Martin. Es sei zwar die Rede davon, das ebenfalls von der Aschaffenburger Baufirma Neska erworbene Gebäude, in dem sich aktuell die Hanauer Tafel befinde, bleibe erhalten und werde derzeit saniert. Wie die Zukunft der ohnehin räumlich beengten Tafel aussehe, bleibe die Frage.

„Wann endlich wird an all die Menschen, die bezahlbaren Wohnraum dringend brauchen, in Hanau gedacht?“, will die ALF erneut wissen. Es entspreche nach wie vor nicht der Wahrheit, dass genügend Wohnraum selbst für Normalverdiener vorhanden sei. Dies müsse immer wieder hervorgehoben werden, so die ALF in ihrer Pressemitteilung.