Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Haupteingang Staudinger, Hanauer Landstr. 150

„Wir sind Energiewende!“ Unter diesem Motto ruft die Bürgerinitiative Stopp Staudinger gemeinsam mit der Klimaallianz im Rahmen des bundesweiten Klimaaktionstages am 22. September 2012 um 11 Uhr zum Protest gegen den geplanten Kohleblock 6 vor dem Haupteingang des E.ON Werkes Staudinger (Hanauer Landstr. 150) auf. Neben Redebeiträgen werden wir auch einen Offenen Brief an den Vorstand und Aufsichtsrat von E.ON überbringen. Dieses Schreiben hat folgenden Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Dr. Teyssen, sehr geehrte Damen und Herren im Vorstand und Aufsichtsrat,

die Unterzeichner, die sich am 22. September 2012 gemeinsam mit zahlreichen Umweltfreunden am Kraftwerk Staudinger versammelt haben, beteiligen sich am bundesweiten Klima-Aktionstag und demonstrieren für eine erfolgreiche Energiewende ohne Atom- und Kohlekraftwerke. Wir gratulieren dem EON-Vorstand zum gelungenen Abschluss der Verhandlungen mit Gazprom und der damit verbundenen deutlichen Verbesserung Ihrer Möglichkeiten, Erdgas als Brückentechnologie zur Stromerzeugung zu verwenden.

Wir erwarten, dass dieser Verhandlungserfolg dazu beiträgt, dass EON sich aus der Stromerzeugung durch klimaschädliche Kohlekraftwerke zurückzieht. Dies betrifft uns im östlichen Rhein-Main-Gebiet an der hessisch-bayerischen Landesgrenze ganz besonders, da hier in dieser extrem belasteten Region das E.ON-Kraftwerk Staudinger unter lokalen, regionalen wie globalen Aspekten betrachtet eine zusätzliche enorme Belastungsquelle für Mensch und Umwelt darstellt. Die Hängepartie um den geplanten Neubau des Steinkohleblocks 6 muss jetzt ein Ende haben. Sagen Sie endgültig „Nein“ zu diesem antiquierten Vorhaben. Stattdessen fordern wir von Ihnen, dass der mit Erdgas betriebene Block 4 in Zukunft möglichst ausschließlich als Backup für die regenerativen Energien genutzt wird und E.ON die hierdurch zur Verfügung stehenden Mittel in den Ausbau der erneuerbaren Energien - auch in unserer Region - investiert.

Wir brauchen eine echte Energiewende, die auf einem Mix von erneuerbaren Energien und einer flexiblen Nutzung von mit Erdgas bzw. ökologisch vertretbarem Biogas betriebenen Kraft-Wärme gekoppelten Anlagen beruht. Die höchst problematischen sozialen und ökologischen Bedingungen, unter denen die Gewinnung von Steinkohle in Ländern wie Kolumbien geschieht, sind ein weiterer Grund, den Ausstieg aus der Steinkohleverstromung zu vollziehen. Wir sind heute mit vielen Menschen in der gesamten Bundesrepublik Deutschland unter dem Motto "Wir sind Energiewende" verbunden. Die Bevölkerung will die Energiewende. Sie ist bereit, Energie zu sparen, und die Akzeptanz von Windrädern steigt. Wir bitten Sie, diese positive Stimmung auch für EON zu nutzen, den Widerstand gegen die Energiewende aufzugeben und alles dafür zu tun, dass wir das Ziel einer hundertprozentigen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien schnellstmöglich erreichen.

Kein Strom aus Kohle und Atom! Für einen raschen Ausbau der erneuerbaren Energien!

Stefan Weiß (Klimaallianz) Winfried Schwab-Posselt (Stopp-Staudinger)