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Jochen Dohn

Mehr Car-Sharing in Hanau

Es gilt das gesprochene Wort.

Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsitzende,
Sehr geehrte Damen und Herren,

man muss nicht alles selbst besitzen, man kann solidarisch teilen, trifft schon einmal meine Zustimmung. Sharing Economy und Suffizienz sind ein wichtiger Baustein in Sachen Klima- und Umweltschutz und gerade bei einer wirklichen Verkehrswende. Denn die meisten Autos 23 Stunden am Tag in der Gegend herumstehen – viele sogar tagelang – und viel Platz verbrauchen. Die Tendenz steigt, dass viele Menschen, überhaupt kein eigenes Auto mehr haben, weil sie es nicht brauchen. Oder nur ab und an mal eines benötigen, weil sie schwere Dinge transportieren müssen oder irgendwohin müssen, wo eben keine Bahn oder Bus hinfährt.

Auf die zwei verschiedene Varianten von Carsharing: mit Station und ohne Station wurde schon von … eingegangen. Dabei ist das klassischen stationsgebundenen Carsharing eher zu bevorzugen, denn es zeigt sich, dass die free-floating Angebote eher in Konkurrenz zu ÖPNV, Fahrrad oder zu Fuß gehen treten. Und beim Einsatz von E-Fahrzeugen ist eine feste Station zum Wiederaufladen sowieso besser geeignet.

Wenn es schon um eine nachhaltige Verkehrswende mit E-Mobilität geht, dann sieht meine Fraktion die in den Lastenrädern eine große Chance. Schnell und unkompliziert, keine große Parkplatzsuche, gerade auf Kurzstrecken geeiget und trotzdem Platz für z. B. Getränkekästen. Kritischer sieht es da schon mit E-Rollern aus. Nicht selten liegen diese in anderen Städten kreuz und quer in der Gegend herum.

Meine Damen und Herren,
meine Fraktion begrüßt deshalb den Grünen-Antrag. Carsharing ist sinnvoll. Wenn es aber funktionieren soll, dann braucht es eine Verknüpfung zum ÖPNV und ein weitverbreitetes Netz über die gesamte Stadt und ihre Stadtteile. Förderung sowie intensive Werbung, dass es überhaupt diese Angebote gibt. In dieser Richtung wurden im letzten Jahr im Ortsbeirat Mittelbuchen und letzte Woche im Ortsbeirat Innenstadt ebenfalls Anträge beschlossen.

In erster Linie bevorzugt meine Fraktionen eine Lösung, dass der Magistrat mit z.B. HSB und SWH ein eigenes Angebot schafft, gerade im Hinblick der E-Mobilität. Auch wenn Carsharing in der Vergangenheit nicht so erfolgreich war, so haben sich die Zeiten geändert. Jedoch kommt die Option im Antrag der Grünen gar nicht vor. Deshalb sollte der Antrag dahingehend ergänzt werden.

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